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ROI im BGM – alles Humbug?
Ja, ziemlich.
Warum Return on Investment (ROI)-Vergleiche im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) meistens Wunschdenken sind – und wo sie tatsächlich Sinn machen (Spoiler: bei Fehlzeiten).
Alles Humbug? Zumindest dann, wenn man glaubt, man könne Motivation, Zufriedenheit und Gesundheit in Excel-Zellen pressen und am Ende eine Rendite in Prozent ausspucken.
Aber genau deshalb ist es wichtig, ehrlich zu bleiben:
BGM als Gesamtsystem liefert keine seriösen ROI-Vergleiche.
Was sich aber sehr wohl rechnen lässt, ist Fehlzeitenmanagement.
ROI im BGM – warum das unseriös ist
Ich sag’s gleich offen:
ROI-Vergleiche im BGM sind Humbug.
Man kann hier nur die Ziele evaluieren, die man sich selbst steckt – und sich dabei auch gerne, gut gemeint, selbst in die Tasche lügen.
Denn es gibt zu viele Unbekannte:
Damit lässt sich zwar wunderbar argumentieren, aber kein reproduzierbarer ROI berechnen.
Wer also glaubt, das BGM lasse sich in eine eindeutige Wirtschaftlichkeitsformel pressen, irrt.
Solche Vergleiche sind schön gedacht – aber selten belastbar.
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So rechnet sich Fehlzeitenmanagement wirklich
Nicht das gesamte Betriebliche Gesundheitsmanagement ist seriös berechenbar. Fehlzeiten hingegen schon.
Beispiel: Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden
Der einzige echte ROI: Fehlzeitenmanagement
Hier hört die Ironie auf und beginnt die Realität:
Echte, nachvollziehbare ROI-Vergleiche gibt es direkten Fehlzeitenkosten.
Hier sprechen wir über klar definierte Kennzahlen, reale Prozesse und reproduzierbare Daten.
Nur so kann man den Erfolg zwischen verschiedenen Unternehmen oder Zeiträumen wirklich vergleichen.
Fehlzeitenmanagement ist kein Marketingbegriff, sondern ein betriebswirtschaftliches Werkzeug.
Mit gezielten Analysen und Maßnahmen lassen sich nachweisbar Fehlzeiten reduzieren – und damit Kosten senken.
Das ist messbar, nachvollziehbar und objektiv belastbar.
Aus diesem Grund arbeiten wir mit unseren Berechnungen lieber mit direkten Fehlzeiten-Kosten – und bleiben dabei nachweisbar positiv!
Fehlzeitenmanagement im BGM-Kontext

Fehlzeitenmanagement ist kein Randthema – hier entstehen die Kennzahlen, mit denen sich ROI tatsächlich berechnen lässt.
Beispiel: ROI-Berechnung im Fehlzeitenmanagement
| Kennzahl | Wert (AT) | Ergebnis | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter:innen (FTE) | 100 | MA Fehltage im Unternehmen 1.350 |
|
| AU-Tage pro Jahr | 13,5 | MA Fehltage durch Langzeitkrankenstände (2024) ca 45% = 607,5 |
|
| Kosten pro AU-Tag | 300 € | direkte Kosten pro AU-Tag im Rahmen der Entgeltfortzahlung | |
| Geplante Reduktion | −2 Tage | 70.000 € Einsparung | 33% Reduktion 200 Tage 60.143 € |
| BGM-Kosten | 30.000 € | 25% Reduktion 337,5 Tage 101.250 € |
|
| ROI | (70.000–30.000)/30.000 | 133 % Rendite |
Kosten Fehlzeitenmanagement: 36.000 Einsparungspotential FZM: 60.143 → 67% ROI Kosten BGM UB: 32.000 Zusatznutzen: 41.108 → 28% ROI BGM 49% ROI Gesamt |
| Kennzahl | Wert (AT) | Ergebnis |
|---|---|---|
| Mitarbeiter:innen (FTE) | 200 | |
| AU-Tage pro Jahr | 13,5 | 2700 |
| direkte Kosten pro AU-Tag im Rahmen der Entgeltfortzahlung | 300 € | |
| Fehlzeiten im Langzeitkrankenstand | 45% | 1215 Tage |
| geplante Reduktion von Fehltagen im Entgeltfortzahlungszeitraum nur im Segment Langzeitkrankenstände | 33% | 400,95 Tage |
| Geplante Kostenreduktion | −2 Tage | 120.285 € bereits nach 1 Jahr |
| Fehlzeitenmanagement – Kosten | 43.200 € | |
| ROI | ROI = (Gewinn / investiertes Kapital) × 10 | 178 Prozent ROI |
| ROI | Kosteneinsparung / Kosten der Einsparungsmaßnahmen × 100 | 278 Prozent Kosteneinsparungs ROI |
Ironie erlaubt – Zahlen bleiben ernst
Ein wenig Ironie darf und soll sein.
Fragen wie
ROI im BGM – alles Humbug?
ROI vs. VOI – was bringt das wirklich?
machen das Thema lebendig und holen es aus der theoretischen Ecke.
Darunter darf’s aber wieder ernst werden: Dort, wo es um Zahlen, Prozesse und Belege geht, ist Schluss mit Humor.
Hier zählt, was tatsächlich messbar und reproduzierbar ist.
Österreichischer Kontext
Zur Orientierung:
In Österreich basiert das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) auf drei Säulen:
- Arbeitnehmerschutz – gesetzlich verpflichtend (ASchG)
- Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) – freiwillig, siehe auch Gesundheitsförderderungsgesetz (Gfg)
- Betriebliches eingliederungsmanagement – freiwillig, siehe auch Arbeit und Gesundheit Gesetz (AGG) oder das Wiedereingliederungsteilzeitgesetz (WIETZ-G)

Das österreichische BGM-System basiert auf drei Säulen: gesetzlicher Arbeitnehmerschutz, freiwillige Gesundheitsförderung und Betriebliches Eingliederungsmanagement.
FAQ
Fazit
Sowohl ROI als auch VOI haben ihre Berechtigung – sie hängen aber von den individuellen Zielen eines Unternehmens ab und sind deshalb kaum vergleichbar.
Die positiven Effekte von BGM müssen auch nicht immer messbar sein; manchmal reicht schon ein bisschen mehr Zufriedenheit oder ein kollektives Glücksgefühl im Team.
Aber dieser Beitrag beschäftigt sich bewusst mit dem schnöden, messbaren Teil der Wahrheit: der ROI-Berechnung.
Glashüttner Unternehmensberatung stellt ROI-Vergleiche nur dann an,
wenn sie nachvollziehbar, reproduzierbar und objektiv belastbar sind.
Alles andere fällt in die Kategorie „gut gemeint – aber nicht gerechnet“.
Wie Sie unsere Erfahrung in der Beratung zum Aufbau Ihres Fehlzeitenmanagements nützen können, verrät Ihnen unsere Guideline hier in drei Bausteinen.
- Welche Kosten belasten Betriebe und Wirtschaft unmittelbar?
- Fallbeispiele und Statistiken
- Evaluierung der Maßnahmen im Fehlzeitenmanagement mit ROI-Berechnung

Das sagen unsere Kund:innen
Herr Mag. Glashüttner hat uns im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung äußerst professionell begleitet. Seine fundierte Expertise und seine wertschätzende Kommunikation haben wesentlich dazu beigetragen, wirkungsvolle Maßnahmen im Unternehmen umzusetzen.
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Mag. Glashüttner hat mit seiner umfangreichen Perspektive und Erfahrung die nötigen Schritte angewendet, um das schnellstmögliche praxisorientierte Ziel zu erreichen.
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Kunden & Partner
Mit folgenden Partnern bestehen Kooperationen oder wurden Projekte umgesetzt.










































